Grundlagen ethischen Verhaltens

Der Versuch einer mathematischen Erfassung ethischen Verhaltens von Individuen und Gruppen.
Derzeitiger Stand: Axiome, Definitionen, grundlegende Sätze. Begriffe finden.

Grundlegende Definitionen

  Leben      Leben umfasse sowohl biologisches sowie künstliches Leben.

Künstliche Lebensformen sind derzeit noch nicht abschliessend definiert - eine genauere Betrachtung der Defintion für "künstliches Leben" erfolgt später.

  Wert Ein Wert ist ein subjektiv erstrebter und erwünschter Zustand. Für ein Lebewesen kann dies der Zustand des "Glücks" oder "Wohlbefindens" sein. Jedes Wertesystem ist subjektiv.

  Glück Ein von einem Lebewesen angestrebter Zustand.
Auch "Wohlbefinden", "Zufriedenheit"...
Vor die Wahl gestellt zwischen zwei Situationen ist diejenige, für die ein Wesen sich entscheidet, die des größeren Glücks.

Axiome der Moral

  Axiom 1 Leben hat einen Wert.

       Satz 1   Jedes Leben hat einen Wert.

       Satz 2 Zwei Leben sind mehr Wert als Eines.

  Axiom 2 Komplexes Leben hat einen höheren Wert als weniger komplexes Leben.

  Axiom 3 Ein glückliches Leben hat einen höheren Wert als ein weniger glückliches Leben.

  Axiom 4 Das eigene Leben hat einen höheren Wert als das fremde Leben.

Erfassung des Glücks

  These 1 Ein Wesen ist glücklicher, wenn seine Grundbedürfnisse befriedigt sind.

  These 2 Ein Wesen ist glücklicher, wenn es ihm besser geht als vorher.

  These 3 Ein Wesen ist glücklicher, wenn es ihm besser geht als den Wesen um ihn herum.

  These 4 Ein Wesen ist glücklicher, wenn es erwartet, das es ihm in Zukunft besser geht.

  These 5 Es gibt weitere Faktoren, die das Glück beeinflussen.

Begriffsdefinitionen:

 Grundbedürfnisse Bedürfnisse, ohne die ein Wesen nicht funktionieren kann.

  Nahrung Nahrung, Wasser, Energie bzw. die zum Leben notwendigen Stoffe.

  Arterhalt Die Möglichkeit, sich selbst und insbesondere die eigene Art zu erhalten und ggf. zu vermehren.

  Erwartung      Die Erwartung ist die Einschätzung der Entwicklung des Wertes eines oder mehrerer Leben.

  Hoffnung      Hoffnung ist die Erwartung einer positiven Entwicklung.
Es fällt auf, dass ein Wesen alleine durch eine positive Erwartungshaltung (Hoffnung) das eigene Glück verbessern kann.

  Gesamtwert Der Gesamtwert ergebe sich aus der Summe der Werte aller Leben.

Aufgrund von Axiom 4 ist der Wert subjektiv und variiert nach verwendeter Abbildung des Zustands auf das Glück.

  Wesen      Ein individuelles Lebewesen.
Je nach Spezies kann ein Lebewesen dem eigenen Leben einen deutlich geringeren Wert zuweisen als die Gemeinschaft, deren Mitglied es ist (Ameisen).

  Gruppe      Die Gemeinschaft, in der sich ein Wesen befindet.
Jedes Wesen ist Mitglied in mehreren Gruppen, insbesondere in der Gruppe aller Lebewesen.

Gut & Böse

  Gut      Eine gute Tat oder Aktion ist eine, die den Gesamtwert erhöht.

  Schlecht      Eine schlechte Tat oder Aktion ist eine, die den Gesamtwert verringert.

  Böse      Eine böse (unmoralisch, verwerfliche) Tat oder Aktion ist eine, die den Gesamtwert verringert und über die sich der für die Tat oder Aktion verantwortliche bewusst ist.
Insbesondere fallen hierunter Taten, die nach Axiom 4 dem Handelnden nutzen, aber anderen in der Summe mehr schaden, als dem handelnden Wesen an Vorteil entsteht.

Grundlagen ethischen Handelns

 Ethisches Handeln      Handeln auf Grundlage der Ethik und des Weltbilds mit dem Ziel der Optimierung des Gesamtwerts!

  Ethik      Richtlinien des Handelns mit dem Zweck der Optimierung des Gesamtwertes auf Grundlage des verwendeten Weltbilds.

  Weltbild      Der verwendete Satz von Zuweisungen von Anzahl, Komplexität und Entfernung auf den Gesamtwert sowie die Zuweisung des Zustands auf das Glück!

Als Grundlage des "Weltbild" kann eine Ideologie, eine Religion oder ein Satz von Wertvorstellungen dienen.

ToDos - nächste Schritte

  • Wert als Einzelwert definieren und abhängig machen von der Abbildung aus den aktuellen Zuständen - Zustand definieren
  • Thesen zu Sätzen machen - Nachweis führen?
  • Erläuterungen (Popup oder Anschlussseite)
  • Formale spezifikation in Mengenlehre
  • Glossar - zumindest interne Anker und Links
  • Spezifikation ethischen Handelns für das eigene Ich oder eine Gruppe (Poli-Ethik, Politik)
  • Ausführliche Erläuterung der Gruppe, ggf. mit Distanz und Grafik
  • CSS
  • Begrifflichkeiten verbessern - ggf. weg von Alltagsbegriffen, auch wenn das die Lesbarkeit verringert, um Trennschärfe zwischen den definierten Begriffen und allgemeiner Kommunikation herzustellen.
  • Seite mit dem Fahrplan der gesamten Ethik (Politik, KI, etc)

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